Ich muss gestehen ich bin kein Fußballfan und bis vor einer Woche kannte ich den Namen Enke nicht. Und so geht es nicht nur mir sondern auch vielen Anderen in diesem Fußballverrückten Land Deutschland. Ist das eine Schande bzw. ist es eine Pflicht sich für einen „Volkssport“ zu interessieren. Sicherlich nicht. Warum dann in Gottes Namen muss ich mir Sonntagmorgen eine Trauerfeier bei der ARD anschauen von einem Fußballer, der, und seien wir mal ehrlich, eigentlich absolut nichts Besonderes war. Ja gut, vielleicht war er ganz gut, möglicherweise war er auch der beste derzeit spielende Torhüter aber das hat er noch nicht einmal bewiesen oder auch beweisen können.
Sicherlich werden jetzt der Eine oder Andere sagen man kann auch den Fernseher abschalten und Radio hören. Dazu sei nur soviel gesagt: „Nein das geht nicht, da kommt der gleiche mist!“. Überall im Land dieser Medienhype um einen Freitöter Selbstmörder. Sicherlich, der Mann war krank, und klar mit dieser Aktion wird jetzt darauf aufmerksam gemacht, dass wir in einer Leistungsgesellschaft leben und diejenigen, welche den Leistungsdruck nicht verarbeiten können rausfliegen oder eben krank werden. Aber nein, was red ich, Enke war kein Opfer unserer Gesellschaft, wie hier überzeugend erläutert wird (Welt.de).
Wenn wir allerdings jeden Selbstmörder, oder feiner ausgedrückt, Freitod wählenden Menschen, mit einer Gedenkfeier in einem Stadion befeiern, müssen wir aufpassen dass nicht an die Öffentlichkeit kommt welche Islamistischen Selbstmordattentäter Depressiv waren, sonst kommen wir erstens nicht mehr aus dem Feiern raus und zweitens in eine moralische Zwickmühle.
Aber seien wir doch ehrlich, was hier gerade diese Woche in Deutschland passiert ist, ist eine Schande für Deutschland und eine noch größere Schande für die deutschen Medien, denn jeder der sagt die Journalisten und Medienanstalten würden hier Aufklärungsarbeit leisten oder das große Öffentliche Interesse stillen, der lügt. Wir sehen einmal mehr eine Mediale Selbstinszenierung. Wir sehen den Beweis, welche Macht deutsche Medien haben und wie sehr ein großer Teil der Menschen sich durch diese beeinflussen lassen und so sogar um einen Menschen Trauern, der Ihnen absolut unbekannt ist und vielen sogar bis gestern auch absolut egal war. Mir tut jeder Mensch leid der dieser Medienmasche zum Opfer gefallen ist und so ein paar Stunden seines Lebens verpasst hat in denen er fröhlich sein könnte und das Leben geniesen.
Die meisten Menschen denken sicherlich wenn sie diese abfälligen Bemerkungen lesen, dass es eine unverschähmtheit ist über einen Toten Menschen so zu schreiben oder auch nur irgendetwas negatives mit einem Toten in Verbindung zu bringen. Aber diesen Menschen sei gesagt, dass ich Herrn Enke nichts böses will, er soll in Ruhe ruhen und mein Beileid gilt allen Angehörigen und Freunden. Ich kritisiere die Medien die es geschickt zu verdecken wissen mit dem Tod eines Menschen Geld zu verdienen oder aber auch auf einfachste Weise Schlagzeilen produzieren die für das Öffentliche Interesse uninteressant und unwichtig sind, jedoch wichtig gemacht werden. Genau dieser Missbrauch öffentlicher Aufmerksam ist es was ich für unglaublich schlimm halte, wenn man mit dem Tod eines Menschen Geld macht und es bewusst und zielgerichtet ausschlachtet. Deshalb liebe deutsche Medienhäuser, alle nachsitzen und überlegen was man da wieder verzapft hat. Aber keine Angst ich bin nicht so illusorisch, dass ich an Besserung glaube. Bei der nächsten nur aller kleinsten Gelegenheit werdet ihr wieder einen Strohhalm zum Waldbrand entfachen, auf euch ist verlass!
Sehr passender Blogkommentar zu Medien und Enkes Tod:
basicthinkingblog Basic Flashback: Über den Tod Robert Enkes, Public Viewing und ungestellte Fragen
blog.onetoone.de 140 Zeichen Sprachlosigkeit
Medienberichte zum Thema Enkes „Abschied“: Links zu Berichten!
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